Werte und Normen

Der Unterricht im Fach Werte und Normen steht allen Schülerinnen und Schülern offen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit und Weltanschauung. Es wird in allen Jahrgängen unterrichtet und ist auch Prüfungsfach im Abitur (bislang nur P5).

Und worum geht es?

Im Unterricht des Faches „Werte und Normen“ geht es um Fragen und Themen, die jedem Menschen früher oder später im Leben begegnen und bei denen man häufig gar nicht merkt, dass man es im Grunde mit den großen philosophischen Sinnfragen des Lebens zu tun hat.

Man kann aus solchen Fragen folgende Fragestellungen für das Fach Werte und Normen in der Sekundarstufe 1 ableiten:

1.    Fragen nach dem Ich
2.    Fragen nach der Zukunft
3.    Fragen nach Moral und Ethik
4.    Fragen nach der Wirklichkeit
5.    Fragen nach Religionen und Weltanschauungen

Damit werden Fragen aufgeworfen, die mithilfe der Bezugswissenschaften Philosophie, Religionswissenschaft und weiteren Gesellschaftswissenschaften behandelt werden können. Ziel des Unterrichts ist es, die Heranwachsenden in der Auseinandersetzung mit diesen Fragen für die moralische und sittliche Dimension menschlichen Handelns zu sensibilisieren sowie Unterscheidungs- und Kritikfähigkeit zu entwickeln. Eine wesentliche Rolle spielt die Befähigung zur ethischen Urteilsbildung. Damit zusammenhängend geht es um die Unterstützung bei der Suche nach der eigenen Identität und um die Entwicklung hin zu einem verantwortungsvollen Mitglied der Gesellschaft.

 

Der Unterricht in der Sekundarstufe 2 vertieft dann die Kernfragen und nähert sich diesen zunehmend philosophischer, wenngleich auch hier der Alltagsbezug und die Übertragbarkeit auf das eigene Leben weiterhin eine große Rolle spielt. Die Rahmenthemen beziehen sich auf das Individuum und die Gesellschaft, Religionen und Weltanschauungen sowie auf die Frage nach dem Wesen des Menschen, und ethischen Modellen menschlichen Handelns. Zudem stellt sich die Frage nach Wahrheit und Wirklichkeit sowie nach unterschiedlichen Lebensentwürfen.