Schulprogramm

Wir, die Eltern, Schüler und Lehrer des Wilhelm-Busch-Gymnasiums, haben das gemeinsame Ziel, unsere Schule als Ort des Lernens und sozialen Handelns zu bestärken und auszubauen. Ziel ist es, die jungen Menschen in ihren Stärken und Potentialen zu fördern und zu fordern, um sie auf die zahlreichen Herausforderungen des Lebens vorzubereiten.

Dabei steht die Gestaltung des Unterrichts als das Herzstück der Schule im Zentrum unseres Engagements. Die Vermittlung einer zukunftsorientierten Allgemeinbildung und die Befähigung zur Selbstständigkeit sind Voraussetzungen, um unseren Schülerinnen und Schülern die Einheit von Wissen, Können und Handeln nahebringen zu können.

Für Lehrende wie Lernende bedeutet dies, die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, zur Reflektion über die eigene Tätigkeit, zur gegenseitigen Achtung und Wertschätzung. Offenheit und Transparenz sind dabei von besonderer Bedeutung. 

Als Schule im ländlichen Raum sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung gegenüber unserer Schülerschaft, aber auch in Bezug auf unsere Region. Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch des Lebens in seinen vielfältigen Facetten. 

Schule muss offen sein in mehrfacher Hinsicht. Dabei steht die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern genauso im Fokus wie die Realisierung des europäischen Gedankens, bspw. durch Schüleraustausche und die Kooperation mit unseren regionalen Partnern im Rahmen unseres Ganztagsprogramms.

Stadthagen, im November 2019 
Ihr Schulleiter

 

Unser Ziel: Wertschätzung, Bildung, Gemeinschaft

Das Leitbild Wertschätzung, Bildung, Gemeinschaft ist die spürbare und gelebte Grundlage der Arbeit des WBG und hat eine große Identifikations- und Integrationskraft für alle schulischen Gruppen.

Wertschätzung als Grundlage

Grundlage für unseren gemeinsamen Schulalltag ist gegenseitige Wertschätzung. Kennzeichnend für diese Haltung sind Toleranz, Freundlichkeit und Höflichkeit gegenüber allen Mitmenschen, aber auch Übernahme von Verantwortung, Engagement und die Fähigkeit, konstruktive Kritik zu üben und anzunehmen.

Bildung – Vielfalt des Lehrens und Lernens

Das WBG sichert seinen Schülerinnen und Schülern mit der Vermittlung einer breiten und vertieften Allgemeinbildung die Grundlage für Studium, Beruf und Leben. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, sich unter Berücksichtigung ihrer individuellen Stärken und Interessen in einer dynamischen Gesellschaft unabhängig von ihrem Geschlecht oder sozioökonomischem Hintergrund selbstbestimmt und freiheitlich zu entwickeln. Weiterhin soll ihnen bewusst sein, dass sie durch ihr Handeln die Gesellschaft mitgestalten und dass sie für deren zukünftige Ausprägung Verantwortung übernehmen. Das WBG ist ein teilgebundenes Ganztagsgymnasium. Wir unterrichten nach der niedersächsischen Stundentafel 1 für Gymnasien.

Besonderheiten unseres Unterrichtsangebotes:

  • Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Latein, Spanisch), Informatik, bilinguale Angebot z. B. in Erdkunde und Geschichte
  • AG-Angebot im Ganztag
  • Förderunterrichtsangebot

Wir haben ein breites Angebot an Prüfungsfächern für das Abitur. Dazu zählen auch: Informatik (E-Kurs und G-Kurs), Werte und Normen (P4 und P5), Sport-Abi (P5)

Die Bildung junger Menschen ist eine stete Herausforderung für Schule. Als Europaschule wollen wir in einer zunehmend internationalisierten und von modernen Kommunikationsmöglichkeiten geprägten Umgebung Schüler auf Leben, Lernen und Arbeit im vereinten Europa bestmöglich vorzubereiten. Aus dieser Erkenntnis heraus kooperieren wir in europäischen und internationalen Netzwerken mit verschiedenen Partnern, um Schüler zu informierten, kritischen, aber auch toleranten Bürgern Europas zu machen. Diese aktiven Bürger zeichnen sich nicht nur durch ihre Fremdsprachenkenntnisse aus, sondern auch durch ihre interkulturelle Kompetenz. Damit leisten sie einen Beitrag zur Völkerverständigung über Grenzen hinaus, können durch ihr Engagement eine Inspiration für andere sein und ihre eigene Persönlichkeit stärken.

MINT-Förderung

Das WBG ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern eine vertiefte Bildung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) über die Basiskenntnisse hinaus zu erlangen, indem diese Fächer in der SEK I im Wahlunterricht vertreten sind, Schüler bestimmter Jahrgänge am Känguru oder am Informatik-Biber-Wettbewerb teilnehmen und in der SEK II in allen MINT-Fächern Kurse auf erhöhtem Anforderungsniveau angeboten werden.

Darüber hinaus gibt es für alle Schüler im Jahrgang 7 eine Pflicht-AG zum Erlernen der IT-Grundlagen. Im Jahrgang 10 werden im ersten Halbjahr Grundlagen des Faches Informatik in einer Pflicht-AG vermittelt, um ihnen eine kundige Wahl der naturwissenschaftlichen Fächer für den Jahrgang 11 zu ermöglichen. Weiterhin gibt es im Rahmen von AGs die Möglichkeit, an Wettbewerben aus dem MINT-Bereich, wie z. B. an einem Roboter-Wettbewerb teilzunehmen. Im MINT-Bereich gibt es zudem verschiedene Kooperationen mit den Grundschulen der Umgebung z. B. im Rahmen der Begabtenförderung. Außerdem gibt es eine jährliche Studienfahrt für leistungsstarke Oberstufenschüler zum Deutschen Museum in Kooperation mit der MNU. Selbstverständlich wird unsere MINT-Förderung jährlich z. B. anhand statistischer Werte und Gesprächen evaluiert.

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Berufliche Orientierung

Der Übergang von der Schule in die Berufs- und Studienwelt stellt für viele junge Menschen eine Herausforderung dar. Die Unsicherheiten sind angesichts der kaum zu überblickenden Angebote an Studiengängen und Ausbildungsberufen verständlich. Deshalb gehört es zu den Bildungszielen des WBG, die Berufswahlkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler zu entwickeln und zu fördern. Im Bereich der Beruflichen Orientierung ist das WBG mit einer Vielzahl an unterrichtlichen, schulischen sowie außerschulischen Maßnahmen, die freiwillig wie auch verpflichtend wahrgenommen werden, breit aufgestellt. Als regionale Schule sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber einer heimatverbundenen Schülerschaft und lokalen Arbeitgebern auch bewusst. Die Angebote werden regelmäßig durch Evaluationsinstrumente auf den Prüfstand gestellt und den schulrechtlichen sowie interessenspezifischen Anforderungen angepasst.

  • Jugendzukunftstag, Betriebspraktika
  • Außerschulische Lernorte (Betriebserkundungen, Hochschulinformationstage, Ideen-Expo, Messe)
  • Management-Information-Game
  • Berufsberatung durch die Bundesagentur für Arbeit
  • Bewerbungstraining nach Jump
  • Studienfeldtest
  • Profilanalysen- und Stärkeprofile
  • Elternabende zur Beruflichen Orientierung
  • Kooperationen (Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Unternehmerverbände, Unternehmen)
  • Berufsorientierungscoaching (individuell und in Gruppen)

 

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Offenheit und Vielfalt in Gemeinschaft

Das Erleben der Schulgemeinschaft ist für die erfolgreiche Entwicklung des Individuums besonders wichtig. Zur Förderung der Gemeinschaft und zur Identifikation mit der Schule gibt es deshalb verschiedene Veranstaltungen, wie z. B. Schulfeste, Sportturniere, Konzerte, Theateraufführungen und jahrgangsübergreifende soziale Projekte. Diese werden teilweise von den Schülern selbst organisiert.

Zum alltäglichen Umgang miteinander haben wir uns die folgenden pädagogischen Leitsätze gegeben:

  • Wir legen Wert auf einen respektvollen und freundlichen Umgang.
  • Wir begegnen unserem Gegenüber mit Toleranz.
  • Wir arbeiten vertrauensvoll miteinander.
  • Wir wünschen uns eine Schule, an der gemeinsames Leben und Lernen Spaß macht.
  • Wir fördern den Einzelnen entsprechend seiner Interessen und Neigungen.
  • Wir gestalten unsere Schule als Lebensraum.

Diese gelten für alle am Schulleben Beteiligte, also für Lehrer, Schüler, Eltern und Mitarbeiter gleichermaßen.

 

Wir haben viel Zeit gehabt, unser Ganztagskonzept zu entwickeln, da wir seit mehr als 25 Jahren ein teilgebundenes Ganztagsgymnasium sind. Dennoch arbeiten wir weiter daran.

Im Rahmen des Ganztages fördern und fordern wir die Schülerinnen und Schüler und geben Ihnen die Gelegenheit, ihre Interessen und Neigungen zu entdecken und zu stärken. Außerdem nutzen wir Stunden des Ganztages zur Unterstützung der Kernfächer, zum Methodentraining und zur Förderung der Klassengemeinschaft. Im Methodentraining vermitteln wir Grundlagen für eigenverantwortliches Lernen bereits ab dem Jahrgang 5. Später werden auch der Umgang mit textverarbeitender Software am PC oder Präsentationstechniken geübt.

In den Jahrgängen 5 und 6 haben die Schülerinnen und Schüler Unterricht an mindestens einem Nachmittag, ab dem Jahrgang 7 an zwei Nachmittagen. Um dieser Unterrichtsverpflichtung nachzukommen, müssen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 neben den vorgegebenen AGs jährlich zusätzlich eine 2-stündige Wahl-AG belegen.

Übersicht über die Pflicht-AGs

JahrgangVorgegebene AGs
5Methoden und Soziales, Englisch-Plus, Wochenplanstunde (außer Bläserklasse)
6Methoden und Soziales, Fremdsprache-2-Plus
7Klassenstunde, Mathe-Plus (1. Hj.) / Deutsch-Plus (2.Hj.), Informatik und IT-Grundbildung (dafür mehr Musik in Jg. 8)
8Klassenstunde
9Klassenstunde, Sozialstunde
10Klassenstunde, Informatik

Weiterhin bietet unser Ganztag Folgendes:

  • Möglichkeit, zusätzliche AGs freiwillig zu belegen
  • Förderunterricht
  • Mittagspause mit Essenangeboten
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Kurzfristige Betreuung bis 17 Uhr nach Absprache

Mehr zum Ganztag

Unser Ziel ist es gemeinsam und kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer Schule zu arbeiten. Hierzu setzen wir uns kurzfristige, mittelfristige und langfristige Entwicklungsziele:

Kurzfristig

  • Pausenhofgestaltung und Pausengestaltung
  • Einführung digitaler Hilfsmittel
  • Ausbau der Webseite

Mittelfrist

  • Ausbau der Berufsorientierung, inklusive Unterstützung des MINT-Bereichs (MINT für Mädchen)
  • Bildungsgänge weiterentwickeln, z. B. Ausbau der Informatik
  • Förderung des Sozialen Lernens weiter ausbauen
  • Stärkung der Internationalisierung
  • Weiterentwicklung der Betreuungszeiten
  • Weiterentwicklung des Medienkonzeptes

Langfrist

  • Förderkonzept überarbeiten

Schule erfolgreich gestalten bedeutet am WBG Eltern, Schüler und Lehrer einzubeziehen. Diese bedarf eine ständige gemeinschaftliche Kommunikation und Kooperation.

Die Auseinandersetzung in der Gemeinschaft mit verschiedenen Interessen, Erwartungen und Meinungen ermöglicht es, positive Entwicklungen zu verfolgen, Defizite zu beseitigen und Enttäuschungen entgegenzuwirken.

Bestandteil des gemeinschaftlichen Gestaltungsprozesses ist die Beteiligung der Schüler- und Elternschaft an Entscheidungsprozessen und der pädagogischen Weiterentwicklung.

Schulvorstand:

Seit Beginn des Schuljahres 2007/08 ist in Niedersachsen im Rahmen der Einführung der "Eigenverantwortlichen Schule“ der Schulvorstand das bestimmende Gremium der Schule. Der Schulvorstand des WBG besteht aus Lehrern, Eltern und Schülern. In unserem Schulvorstand wird die Zusammenarbeit aller Beteiligten im besonderen Maße gelebt. Detaillierte Informationen zur Zusammensetzung, zur Funktion und zu den Aufgaben des Schulvorstandes finden Sie hier.

Schulelternrat:

Der Schulelternrat setzt sich zusammen aus den gewählten Elternvertretern aller Klassen des WBG und vertritt die Interessen der Eltern. Er steht im intensiven Austausch mit der Schulleitung und bringt sich aktiv in die Weiterentwicklung der Schule ein. Nähere Informationen finden Sie hier.

Schülervertretung:

Die Schülervertretung (SV) vertritt die Interessen aller Schüler am WBG. Sie steht in ständigem Kontakt mit der Schulleitung und beteiligten Lehrkräften. Mitglieder der SV sind im Schulvorstand vertreten. Darüber hinaus unterstützt die SV verschiedene Projekte, wie z. B den Spendenlauf, den Sozialen Tag, das Sommerfest, den Weihnachtsmarkt und vieles mehr. Nähere Informationen finden Sie hier.

Wir setzen uns grundsätzlich mit den Themen Ernährung, Prävention und Wohlfühlen auseinander. Besonders wichtig ist uns das vielfältige Angebot an Bewegungsmöglichkeiten in den Pausen oder im Rahmen von AGs.

  • Suchtprävention:
    Präventionstage in der Sek I in Kooperation mit dem Diakonischen Werk, Fachstelle Sucht und Suchtprävention und dem WPF Biologie/ Jahrgang 11; Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (in Kooperation mit der Polizei Schaumburg/ Nienburg und der Oberstaatsanwaltschaft Bückeburg)
  • Schulsanitäter
  • Gesunde Ernährung (Thementage in der Cafeteria und Mensa)
  • Wohlfühlen (u. a. Spielangebote in den Pausen, Sport, Spiel und Entspannung im AG-Bereich)

Zum Erwachsenwerden gehört es dazu, aktiv soziale Verantwortung zu übernehmen. Hierzu bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern Projekte und Arbeitsgemeinschaften an. Dabei lernen sie soziale Verantwortung für sich, für die Schulgemeinschaft und das Umfeld zu übernehmen. Zusätzlich wird das jahrgangsübergreifende Lernen in verschiedenen Gruppen, bspw. in den MINT-Wettbewerbsgruppen gepflegt.

Beispiele für Projekte und AGs, in denen sich Schüler für andere Schüler einbringen:

  • Klassensprecherseminar
  • Schulsanitäter
  • Schülerpaten Klasse 5
  • Medienscouts
  • Pausengestaltung
  • Streitschlichter

Lehrer für Schüler

Die Stärkung sozialer Kompetenzen ist ein wichtiger Baustein unseres Schulkonzeptes. Hierzu haben wir verbindliche Arbeitsgemeinschaften, wie das Methoden- und Sozialtraining und die Klassenstunden, für alle Klassen 5 bis 10 eingerichtet. Diese sollen das Selbstbewusstsein, die interkulturelle Achtsamkeit sowie die Fähigkeit zur Reflexion nachhaltig fördern. Im Sozialtraining und in den Klassenstunden verwenden wir unter anderem die Lions-Quest-Programme Erwachsenwerden und Erwachsenhandeln und setzen Konzepte zur Sucht- und Gewaltprävention um.

Unsere Schule ist der Erziehung zum verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und auch der Nachhaltigkeit verpflichtet. Als Umweltschule fördern wir dieses sowohl im normalen Unterricht als auch im Rahmen des Ganztage

Offenheit und Vielfalt in sozialer Verantwortung

Wir haben uns bewusst gegen eine frühe Festlegung auf bestimmte Profile entschieden. Stattdessen können die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Stärken und Interessen im Laufe ihres Schullebens entdecken und ausbauen.

  • AGs und WPKs
  • Austausche
  • Bläserklasse
  • Internationalisierung (z. B. Sprachenzertifikate, bilingualer Unterricht, Europaschule)
  • Kooperationen mit regionalen Partnern

Offenheit und Vielfalt in Gemeinschaft

Zum alltäglichen Umgang miteinander haben wir uns die folgenden pädagogischen Leitsätze gegeben:

  • Wir legen Wert auf einen respektvollen und freundlichen Umgang.
  • Wir begegnen unserem Gegenüber mit Toleranz.
  • Wir arbeiten vertrauensvoll miteinander.
  • Wir wünschen uns eine Schule, an der gemeinsames Leben und Lernen Spaß macht.
  • Wir fördern den Einzelnen entsprechend seiner Interessen und Neigungen.
  • Wir gestalten unsere Schule als Lebensraum.