Bonjour, la Suisse!

Veröffentlicht in Schweiz

K800 schweiz2015Seen, Berge, Wälder, sozusagen Natur pur und im Kontrast dazu: Museen, Technik, Roboter, Sport und interessante Städte. So abwechslungsreich ist die Schweiz und so auch unser Austausch, der im Schuljahr 2015 wieder ein voller Erfolg gewesen ist!

Zehn Schüler aus den Jahrgängen 7 und 8 mit ihren Begleiterinnen, Frau Gelhaar und Frau Krüger, machten sich im September auf den Weg in das Kanton Waadt nach Yverdon-les-bains, um dort eine Woche in einer Schweizer Gastfamilie zu verbringen.

Und wenn Engel reisen, bringen sie natürlich auf gutes Wetter mit! So verbrachten wir eine Woche bei strahlendem Sonnenschein und 24 Grad am Neuenburger See. Der herzliche Empfang durch Eltern, Schulleitung und der organisierenden Lehrerin Frau Bona legten den Grundstein für eine ereignisreiche Woche , in der wir nicht nur die Stadt Yverdon erkundeten, indem wir eine Sicherheitsnadel eintauschen mussten, sondern erfuhren viel über die sehr alte Stadtgeschichte von Yverdon im Stadtmuseum, das im Chateau von Yverdon untergebracht ist. Das Maison d‘Ailleurs in Yverdon mit seiner Ausstellung zum Thema „Roboter“ ist das einzige Sciencefiction-Museum in Europa und zeigte faszinierende Ausstellungsstücke: Roboter aus Holz, aber z.B. auch die Masken von Terminator und C3PO.

Wir konnten am Schweizer Schulunterricht teilnehmen und merkten schnell, dass die Menschen in der Schweiz schneller sprechen als unsere Französischlehrerinnen zuhause. Aber die Schweizer Lehrer und Schüler empfingen uns herzlich und stellten uns zum Teil auch viele Fragen.

Wer in die Schweiz fährt, sollte aber auch die Natur erleben. So fuhren wir mit einer Zahnradbahn in die Berge und liefen dann zurück nach Neuchâtel. Zum Glück mussten wir nicht hinauflaufen, das hätte vielleicht die Schaumburger Kondition überfordert!

Das Wochenende verbrachten wir in den Gastfamilien, die uns ein sehr abwechslungsreiches Programm boten und es uns auch immer ermöglichten, die deutschen Schüler beim Bowling oder beim Pizzabacken zu treffen.

Wir besichtigten das Musée Olympique in Lausanne mit seiner sehr spannenden Ausstellung, die zum Mitmachen, Ausprobieren, zum Anhören und Anschauen einlädt. Ein multimediales Spektakel, das die Geschichte der olympischen Spiele zeigt, aber z. B. auch die verschiedenen Fackeln aus den Eröffnungszeremonien aus den letzten Jahrzehnten. Die Zeit verging im Museum viel zu schnell und wir hatten immer noch nicht alles gesehen. Im Anschluss konnten wir die Cathédrale besichtigen und einen Stadtbummel machen. Wenn die Schweiz nur nicht soo teuer wäre!!!

Den Abschluss bildete das Souper canadien (geselliger Abschlussabend), an dem alle etwas zum Buffet beitrugen und die Eltern, Lehrerinnen und Schüler sich bzgl. des Erlebten austauschen konnten.

So verging die Zeit wie im Flug und schon mussten wir die Rückreise nach Stadthagen antreten, teilweise mit großem Bedauern, aber zum Glück stand der Gegenbesuch für Anfang Oktober auf dem Plan, so dass wir nur zwei Woche auf den Gegenbesuch warten mussten.

Der Oktober in Schaumburg zeigte sich von seiner besten Seite und mit 20 Grad und Sonnenschein war vom Herbst keine Spur zu sehen. Der Einstieg in die deutschen Familien klappte problemlos, so dass nach der Begrüßung durch Herrn Wirtz und Frau Gelhaar, die dieses Jahr die Organisation übernommen hatte, und dem Unterrichtsbesuch am Vormittag die Schweizer im Anschluss die Innenstadt von Stadthagen anhand einer Rallye erkunden konnten.

Die Organisation des Wochenendes lag auch bei uns in der Hand der Eltern, die sich ähnlich ins Zeug legten.

Die Woche startete dann mit einem Besuch des Konzentrationslagers Bergen Belsen, das die Schweizer Schüler sehr beeindruckte und nachhaltige Eindrücke erzeugte.

Die nächste Exkursionen führten uns alle gemeinsam in die die Schillathöhle und im Anschluss nach Hameln, wo uns der Rattenfänger die Stadt zeigte. Zeit zum Bummeln blieb zum Glück auch noch!

Der letzte Ausflug ging dann ins Bückeburger Schloss, wo die Schweizer eine Führung und ein kleiner Stadtbummel erwarteten.

Am Abend trafen sich die Eltern sowie die beiden Schülergruppen und die betreuenden Lehrkräfte im WBG, um bei einer geselligen Abschlussrunde, den Austausch Revue passieren zu lassen.

Auch diese Woche ging viel zu schnell vorbei und die Schweizer verließen uns am nächsten Morgen am Stadthäger Bahnhof. Vielleicht floss auch ein kleines Tränchen, aber hoffentlich bleiben einige von uns in Kontakt und sehen sich bald einmal wieder. Insgesamt ein tolles Erlebnis, das uns gezeigt hat, wie spannend andere Länder und Kulturen sind, wenn man die Möglichkeit hat, darin einzutauchen, und dass wir es schaffen können, mit unseren Sprachkenntnissen in einer fremden Familie zu „überleben“.

A bientôt, la Suisse!