Roberta Challenge: Wanderpokal "Bestes Lehrerteam" am WBG

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K800 Bild 1 DSC 0094Wenn SchülerInnen ihre Lehrer anfeuern, ist einer der möglichen Gründe für die vertauschten Rollen der Lehrerwettbewerb auf der Roberta Challenge. So auch kürzlich: Im Lichthof der Universität Hannover fand sie zum fünften Mal statt – das WBG war also direkt nach der RoboCup-Premiere wieder zurück am gleichen Ort. Organisatoren sind hierbei Schüler des Roberta Regiozentrums Hannover. Diese gestalten aber nicht nur Parcours und Aufgaben für zwei Altersklassen von Schülern, sondern eben auch eine etwas kniffeligere Variante für die mitgereisten Lehrer: Während manche dieser Teams von der gleichen Schule stammen, lernten sich die Mitglieder anderer Teams erst vor Ort kennen.

So auch beim Sieger: Die Mannschaft #BiBuWBG mit Matylda Dudzinska (Bismarckschule Hannover), Knut Wille (Gymnasium Burgdorf) und Isabell Stahlhut (Wilhelm Busch Gymnasium Stadthagen) konnte „trotzdem“ gut zusammenarbeiten. Genauso wie die Schülergruppen nahmen sie am Rhythmus des Wettbewerb-Tages teil: Zwei Stunden Bauphase, Roboterkontrolle, Wertungslauf, anderthalb Stunden Bauphase, Wertungslauf, einstündige Bauphase und letzter Wertungslauf.

K800 Bild 3 DSC 0058Eine Arbeitsteilung hatten sie schnell gefunden und kamen gut voran: Schon im ersten Lauf retteten sie den Astronauten und brachten ihn zurück in die Erdumlaufbahn, schoben beide Teile Weltraumschrott entsprechend der vorgegebenen Farbe in das richtige Meteoritenfeld und positionierten die Weltraumkamera in der Montagestation.

Damit lagen sie zunächst mit großem Abstand vorne, der Vorsprung verkleinerte sich aber im zweiten Lauf. Es war klar, dass weitere Aufgaben erfüllt werden mussten, wenn man die Platzierung beibehalten wollte. Trotz der neuen Anbauteile, wurden weiterhin die bisherigen Teil-Aufgaben gemeistert.

In den letzten Sekunden erreichte der Roboter noch haarscharf die Wippe, die die Fahne auf dem Mond ausrichtete und damit zum Sieg von #BiBuWBG führte. 185 Punkte erreichte die Mannschaft und lag damit knapp vor den Teams Leibnitz/Sehnde und KGS Ronnenberg, welche jeweils 165 Punkte erreichten.

Der Sieg brachte neben Ruhm und Ehre sowie dem Wanderpokal auch jedem Gruppenmitglied für seine Schule Robotik-Material im Wert von etwa 130 €.

K800 Bild 7 DSC 0071Natürlich feuerten die Schüler nicht nur ihre Lehrer an, sondern nahmen auch selbst am Wettbewerb teil:

Das Team „Robotoren“ mit Hannes Nowak, Hendrik Schümann, Jonas Harder, Lucas Vogt und Marvin Kreft galt als Newcomer und erreichte 46 Punkte. Mindestens genauso wichtig wie das Erlangen von Punkten war ihnen aber die allgemeine Wettbewerbserfahrung und das hinzugewonnene Wissen.

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Wenn Schüler freiwillig in aller Herrgottsfrühe an der Schule stehen, erst knapp 13 Stunden später zurückkehren und trotzdem sagen, dass sie gerne im nächsten Jahr wieder dabei wären, dann ist wohl das Vorhaben gelungen, Begeisterung und Faszination für Technik und Informatik zu wecken.

Isabell Stahlhut

PS: Zum Weiterschmökern findet man unter https://www.sat1regional.de/aktuell/article/roberta-challenge-schueler-bauen-roboter-in-hannover-258877.html auch einen kurzen Fernsehbericht zum Wettbewerb.