Darstellendes Spiel

Bühne frei – hier kommt das Darstellende Spiel…

Das Fach Darstellendes Spiel blickt an unserer Schule schon auf eine lange Tradition zurück und ist schon seit Jahren - oder sind es mittlerweile Jahrzehnte? – hier vertreten. In den letzten Jahren war es dabei Bestandteile des Wahlpflichtunterrichts und nun Teil des Bereichs der AGs ab Jahrgang 5.

Gerade in Jahrgang 5 fragt sich dann manch einer, der neu an der Schule ist:

Was ist das denn überhaupt, Darstellendes Spiel?

Die einfachste Antwort ist dabei sicherlich: Theaterspielen. Wenn du aber hinter den Vorhang schaust, steckt noch viel mehr dahinter, z. B. dass es zum Bereich des Theaters gehört und man hier die unterschiedlichen Techniken des Spielens lernt. Dazu gehört dann z. B. der Einsatz der Stimme und des Körpers, aber auch der Requisiten und Kostüme, das Nutzen von unterschiedlichen Orten, an denen man spielt, und dann schließlich auch das Entwickeln eigener Szenen. Somit zeigt sich auch schon, dass unser Bereich vor allem praktisch arbeitet und nicht nur auf die Bühne, sondern auch auf das Leben vorbereitet – denn wer freut sich z. B. nicht über das Training der Stimme, wenn er ein Referat halten muss? Und bei all dem ist uns auch immer wichtig: Wir arbeiten im Team – wir lernen, wir proben und wir spielen am Ende auf der Bühne zusammen! Zusammengeschweißt werden die Kurse auch sicherlich dadurch, dass wir die Aufführungen der anderen Kurse an unserer Schule besuchen und in jedem Kurs einmal pro Jahr in ein Theater oder eine Oper außerhalb unserer Schule fahren.

Was für Kurse „Darstellendes Spiel“ werden angeboten?

             

   
   

I. Grundlagen     des Darstellenden Spiels

   
   

 

Grundsätzlich beginnen alle Schüler, die das Fach neu wählen mit dem Kurs „Grundlagen des Darstellenden Spiels“. Hier lernt ihr – wie der Name schon sagt – grundsätzliche Techniken des Spielens kennen. Es geht dabei um Fragen wie: Wie setze ich meine Stimme richtig ein? Wie bewege ich mich auf der Bühne? Passt das überhaupt zu meiner Figur? Was passiert, wenn ich mich nur noch in Zeitlupe bewege? Oder gar nicht mehr? Und dabei nur noch herumbrülle?                                 Gemeinsam werden in kleinen Übungen und kurzen Szenen diese Effekte ausprobiert und diskutiert.

K800 Sprechblasen

             

   
   

II. Darstellendes     Spiel für Fortgeschrittene

   
   

 

Der Kurs für die Fortgeschrittenen unter euch („Darstellendes Spiel für Fortgeschrittene“), die Darstellendes Spiel weiter belegen, beschäftigt sich erneut mit den Techniken aus dem ersten Kurs, vertieft diese aber, d. h. es werden schwierigere Techniken erprobt und längere Szenen gespielt. Im Mittelpunkt steht dann auch die Umsetzung der Techniken in kurzen Projekten, wie z. B. einem Szenenabend. Hier bringt ihr also schon kurze Szenen auf die Bühne.

             

   
   

III. Darstellendes     Spiel auf der Bühne

   
   

 

Der dritte Kurs „Darstellendes Spiel auf der Bühne“ setzt dann genau bei der Bühnenerfahrung aus dem zweiten Kurs an. In diesem Kurs spielt ihr z. B. ein ganzes Stück, schreibt vielleicht ein eigenes oder entwerft eine Collage aus vielen kleinen Szenen – immer werden hier aber die Grundlagen, die ihr erlernt habt, in ein größeres Projekt umgesetzt, das ihr auf die Bühne bringt.

Ansonsten bleibt uns nur noch zu sagen:

Bühne frei!

Und: Sollten noch Fragen offenbleiben, stehen wir euch natürlich immer zur Verfügung! (Ansprechpartner: I. Kölling, T. Müller, M. Nussbaum)

 

"Mein schönes Fräulein, darf ich wagen... ?"

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K800 Faust2 WBG2016"Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen?“ – Nicht nur dieses Zitat dürfte in der vergangenen Woche dem ein oder anderen bekannt vorgekommen sein, als der Kurs Darstellendes Spiel des Jahrgangs 6 und 7 unter der Leitung von Frau Kölling eine Kinder- und Jugendversion von Goethes „Faust“ nach Paul Maar im Wilhelm-Busch-Gymnasium auf die Bühne brachte. Das Publikum begab sich dabei auf eine Reise durch Fausts Kindheit, in der er sich immer wieder mit Rufus, einem ihm nicht sehr wohlgesonnenen Schulkameraden, auseinandersetzen musste. Doch auch die Verbrennung seiner Großmutter als Hexe und das Bestehen der Prüfungen an der Uni waren Situationen, an denen das Publikum mitfiebern musste.

Mit überzeugendem Spiel, Witz und chorischen Elementen, aber natürlich auch Mephists Spott und Intrigen führte der Kurs des Darstellendes Spiels gelungen durch die Vorstellungen und unterhielt das Publikum in allen drei Aufführungen.

WBG-Theater: Schiller zappt durch seine Stücke

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K800 IMG 9153Bevor Friedrich Schiller vor 211 Jahren starb, war er mit erst 46 Jahren ein Mann im allerbesten Alter - im allerbesten Fernseh-Alter. Das fanden zumindest die Schülerinnen und Schüler der Seminarfachgruppe Darstellendes Spiel des zwölften Jahrgangs mit ihrer Tutorin Lisa Grau und präsentierten ihrem Publikum eine bisher noch gänzlich unbekannte Schiller-Figur: der weltberühmte Dichter als entspannter Fernsehzuschauer in Hausschuhen und mit der Chipstüte auf dem Schoß im Fernsehsessel. 111 Minuten lang zappte sich dieser durch ausgesprochen kurzweilige Neuauflagen seiner Stücke in Kurzform in den unterschiedlichsten Fernsehformaten.

Einen Höhepunkt stellte hierbei die Inszenierung des Schicksals der Jungfrau von Orléans in einem rasanten Kochduell zwischen England und Frankreich dar. Doch auch die Sondersendung der Tagesschau zu den mysteriösen Ereignissen um den spanischen Thronfolger Don Carlos inklusive Live-Schalte zu einer Korrespondentin vor dem königlichen Schloss in Madrid (welches dem Bückeburger Schloss allerdings zum Verwechseln ähnlich sah!) begeisterte die Zuschauer. (Bildergalerie unter "Weiterlesen"!)