"Witwe Bolte" im Speed Dating mit Jugendorganisationen

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K800 DSC 0563,,Du bist noch zu jung! Und überhaupt kannst du allein nichts bewirken!" So heißt es immer wieder. Und wenn doch?! Wenn besonders dieser letztgenannte Spruch nur als Ausrede herhalten muss?

Natürlich, die meisten von uns Schülern dürfen noch nicht wählen, aber es gibt trotzdem erstaunlich viele Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren. Auf der Bildungsmesse für soziales Engagement, ,,Date my Organisation”, die am 22.Februar 2017 das erste Mal in Hannover stattfand, ging es eben darum, wie Jugendliche sich in die Gesellschaft einbringen können. Die vier Teilnehmerinnen unserer Schülerzeitung "Witwe Bolte" bekamen mit den übrigen Interessenten die Gelegenheit, innerhalb von vier Stunden – unterbrochen nur von der Mittagspause - die 13 teilnehmenden Jugendorganisationen kennenzulernen. Dies gelang durch ein sogenanntes ,,Speeddating”, bei dem jede/r Teilnehmer/in 20 Minuten für ein intensives Kennenlernen einer Institution hatte. Insgesamt gab es zwar nur fünf dieser ,,Dating-Runden", aber für alle Fragen waren alle Aussteller jederzeit offen.

Nach diesem Prinzip lernte man viele Organisationen erst kennen oder erfuhr mehr über die Tätigkeiten schon bekannter Institutionen. Besonders interessant waren meiner Meinung nach der ,,Landesschülerrat Niedersachsen”, die ,,Junge Presse Niedersachsen” und die ,,SoVD-Jugend”.

Beim ,,Landesschülerrat” handelt es sich um die höchste Interessenvertretung aller niedersächsischen Schüler . Er ist eine gesetzliche Organisation und besteht schon seit 1973. Im weitesten Sinne wird er von jedem Schüler gewählt, da jeder Schüler als erstes Glied einer langen Wahlkette Klassensprecher wählt. Die rund 630 Mitglieder haben als Schülerrat eine beratende Funktion in der Politik und versuchen ihre Anliegen, auch in Kooperation mit anderen Jugendorganisationen, zu realisieren, so auch im Kampf für kostenlose Fahrkarten für alle Schüler (www.lsr-nds.de).

Für unsere Gruppe aus Redakteuren war die ,,Junge Presse Niedersachsen” besonders ansprechend, da diese Organisation Schülerzeitungen bei der Entstehung und Weiterentwicklung in Form von Vorträgen und Workshops hilft (www.jungepresse-online.de).

Auch eine zu unterstützende Organisation ist der Jugendverband des ,,Sozialverbands Deutschland”, kurz: ,,SoVD-Jugend”. Auch sie veranstalten Workshops und Freizeiten, um bestimmte Themen zu besprechen. Ein besonderer Schwerpunkt des Verbands ist die Inklusion von Menschen mit Behinderung, weshalb sie jeden zwischen 14 und 27 Jahren bei sich mitmachen lassen, ungeachtet des sozialen Hintergrunds (www.facebook.com/sovdjugendnds).

Außerdem vertreten waren die Jugendorganisation der SPD (,,Jusos”), die ,,Studienförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung”, die Gewerkschaften ,,IG Metall Jugend”, ,,Ver.di Jugend”, ,,Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt”, ,,DGB Jugend” und ,,IGBCE Jugend” sowie die sozialistische Jugendorganisation ,,Die Falken” , der ,,Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V." und die Fallgruppe ,,Amnesty International - Hochschulgruppe Hannover” (Fallgruppen machen nur auf einen ausgewählten Fall von Menschenrechtsverletzungen aufmerksam).

Gelernt habe ich auf der Messe, dass jeder sich engagieren kann; egal, wie alt man ist. Es gibt so viele unterschiedliche soziale Organisationen und aktive Menschen, dass wirkliche jede/r etwas für sich finden kann, wenn nur die Bereitschaft dafür da ist, an der Gestaltung der Gesellschaft mitzuwirken.

von Theresa Struckmeier